Viel Stress? So wichtig sind Regeneration und Erholung

Viel Stress? So wichtig sind Regeneration und Erholung

In den vergangenen Jahrzehnten hat Stress einen zunehmend schlechten Ruf erhalten. Und das teilweise zu Recht. Ein Übermaß an Stress steht in Verbindung mit gesundheitlichen Problemen wie Rückenschmerzen und psychischen Störungen (Depressionen, Burn-out, etc.), die zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeitstage zählen. Die Betonung liegt dabei auf dem Wort Übermaß. An sich ist Stressein neutraler Begriff und bedeutet eine Situation, die eine Reaktion bzw. Anpassung erfordert. Diese Anpassung kann körperlicher Natur sein, beispielsweise schlägt Dein Herz schneller, wenn Du joggen gehst. Sie kann außerdem eine geistige Form annehmen, z.B. wenn Du sich konzentrieren musst, um eine Rechenaufgabe zu lösen. Oder beides trifft zu, wie im Beispiel eines Freiwurfs beim Basketball. All das sind also auf gewisse Art und Weise stressreiche Situationen und isoliert betrachtet sind sie weder gut noch schlecht. Sofern die nötigen Ressourcen vorhanden sind, mit der jeweiligen Belastung umzugehen, können die genannten Beispiele sehr positive Folgen haben.

Schädlich wird Stress erst dann, wenn er die benötigten Ressourcen übersteigt; entweder, weil der Stress zu groß ist oder weil Du dem Stress dauerhaft ausgesetzt bist, ohne Deine Ressourcen durch eine adäquate Regeneration und Erholung regelmäßig wieder aufzufüllen. An dem Stress im Privat- und Berufsleben lässt sich in vielen Fällen nur wenig ändern. Daher ist es langfristig vorteilhaft, die Regeneration und Erholung zu optimieren.

In den kommenden Blogartikeln wollen wir Dir das Thema Regeneration und Erholung näher bringen.

Regeneration und Erholung

Stress, Regeneration und Erholung müssen stets im Gleichgewicht stehen. Ohne regelmäßige optimale Forderung, werden körperliche Strukturen abgebaut und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sinken. Auch das Wohlbefinden leidet bei dauerhafter Unterforderung. Eine chronische Überforderung zieht ebenfalls schädliche Folgen nach sich. Sei es in Form körperlicher Überlastungsschäden oder psychischer Störungen.

Eine wichtige Selbsterkenntnis in diesem Zusammenhang ist, unter welchen Bedingungen man am besten wieder zu Kräften kommt. Was für den einen Erholung bedeutet, kann für jemand anders eine weitere Stresssituation darstellen. Daher ist es wichtig zu experimentieren und auf die Signale des Körpers zu achten. Empfindet man persönlich es angenehmer ganz alleine oder in einer Gruppe zu sein? Benötigt der Körper gerade Bewegung oder Ruhe? Sind mehrere kleine Erholungseinheiten unter der Woche oder ein kompletter Tag am Wochenende effektiver? Solche Fragen helfen, die individuell besten Strategien und Methoden zu identifizieren und in den Alltag zu integrieren.

Regeneration

Angenommen man startet in den Tag mit einem voll aufgeladenen Handy und lässt das Ladekabel zu Hause. Folglich muss man sich den vorhandenen Akku gut einteilen und Prioritäten setzen. Genauso verhält es sich mit der eigenen Leistungsfähigkeit. Jeder hat nur eine gewisse Menge körperlicher und geistiger Ressourcen, um diverse Aufgaben bewältigen zu können. Jede Herausforderung fordert ihren Tribut und nur solange die eigenen Ressourcen ausreichen, ist man in der Lage, diesen zu zahlen. In Pausen und abends bzw. nachts bietet sich dann die Gelegenheit, den jeweiligen „Akku“ wieder aufzuladen, um für die Herausforderungen des nächsten Tages bereit zu sein.

Unter Regeneration wird hier also die kurzfristige Wiederherstellung der körperlichen und  psychischen Leistungsfähigkeit durch eine Phase der Entspannung verstanden.

Es geht bei der Regeneration nicht nur um körperliche Erholung, sondern auch um den wichtigen psychologischen Bereich. Körper und Geist sind unauflöslich miteinander verbunden. Körperliche Belastung und körperlicher Stress können sich auch immer auf die Psyche auswirken und umgekehrt können sich psychische Belastungen und psychischer Stress auch körperlich bemerkbar machen.

Erholung

Wenn Regeneration metaphorisch als Akku dargestellt werden kann, lässt sich Erholung als Power Bankbezeichnen. Gewissermaßen ist Erholung eine zusätzliche Energiequelle, auf die zurückgegriffen werden kann, wenn die Regeneration nicht ausreicht. Einerseits kann dadurch eine Belastung schneller wiederholt oder häufiger durchgeführt werden, obwohl der Akku nicht vollständig aufgeladen ist. Andererseits ist es überhaupt nicht mehr möglich, mit einem weiteren Stressor umzugehen, sollte der Fall eintreten, dass beide Energiequellen aufgebraucht sind. Dann kommt es zu Nervenzusammenbrüchen, Depressionen, Burnout oder anderen psychosomatischen Krankheitsbildern, bzw. Übertraining, Ermüdungsbrüchen oder anderen Überlastungsschäden.

Erholung bezieht sich auf einen Prozess, in dem ein biologischer Organismus nach einer anstrengenden Tätigkeit, Verletzungen oder Krankheiten durch eine Ruhephase langfristig wieder zu Kräften kommt und körperliche und geistige Ressourcen für den Umgang mit Stress wieder hergestellt werden.

Der wichtigste Aspekt der Erholung ist Schlaf. Darauf folgt Bewegung: Insbesondere dem Ausdauersport kommt im Rahmen der Erholung eine wichtige Rolle zu. Dem aktuellen Stand der Wissenschaft zufolge, ist Ausdauersport bisher das einzige Mittel die Ressourcen nicht nur aufzufüllen – wie es andere Maßnahmen der Regeneration und Erholung tun – sondern langfristig zu vergrößern. Dazu erfahrt ihr mehr im nächsten Blogartikel.